Buckower Segelclub e.V.: Ein kleiner, wehmütiger Jahresrückblick

Wenn die Sonnenstrahlen den See türkisblau färben, ist es wieder soweit!

Die Saison ist vorbei, aktuell werden die Boote in ihr Winterquartier gebracht, alles wird wetterfest gemacht und wir sagen schön war es! Über die Jahre – und auch aufgrund eines netten Plätzchens für uns Segler*innen auf der Bollersdorfer Seite des Sees – konnte sich ein reges Vereinsleben entwickeln. Insbesondere die Nachwuchsarbeit konnte in diesem Jahr wieder ein gutes Stück voran gebracht werden. Sarah Graf hat das Zepter bei der Nachwuchsarbeit übernommen und unsere kleine Schermützelseetruppe ein gutes Stück voran gebracht. Die Bootskunde sitzt und auch das An- und Ablegen. Eine kleine Ausfahrt rüber zum Strand zum Fischerfest war das Jahreshighlight. Beim Thema Knotenkunde wurde vom „Buckower Palstek“ auf den richtigen umgestellt. DANKE Sarah im Namen von, Alva, Toni, Jelle, Ruben, Clara, Carlos, Jonathan und Katharina.

Regatten

Wie gewohnt wurden fünf Regatten gesegelt. Der Kurs wurde in der Regel von unseren alten Seebären Helmut und Atze abgesteckt. Auch dafür Danke und für die vielen kleinen Tipps und Handgriffe, die von euch immer ganz selbstverständlich geleistet werden. Keine/r kennt den See so gut wie Ihr!


Nach fünf gesegelten Regatten konnte sich Irina Kühnel deutlich als Siegerin in der Jahreswertung absetzen und den großen Wanderpokal mit nach Hause nehmen, gefolgt von Andreas  und Theo Saekert. Herzlichen Glückwunsch! Die Kategorie schnellstes Boot und Sieger der Herzen ging an René & Micha auf ihrem Flying Dutchman.

Was macht man mit der Zeit?

Die Segelsaison 2021 war auch von einer regen Reisefreude der Buckower-Segelfreun*innen geprägt. Unabhängig davon, dass einzelnen Mitgliedern der heimische See zu klein war und sie deshalb fremde Gefilde aufsuchten um zu segeln, gab es in diesem Jahr eine klassenübergreifende und zwei Klassenausfahrten des Buckower Segelclubs. Die klassenübergreifende Ausfahrt führte uns mit 7 Booten und 10 Segler*innen auf das Achterwasser in Zinnowitz auf der Insel Usedom. Ein für uns Binnensegler herausforderndes Revier mit Welle und stetigem Wind. Gerade der stetige Wind war für uns die größte Herausforderung: Keine Fallwinde, keine Hackböen, kaum Manöver, weil der See zu Ende ist, der Wind die Richtung wechselt oder Badeboote, der Kapitän oder SUPs auf dem Kurs sind.  Was macht man mit der Zeit? Die kundig geneigte Leserschaft wird Vermutungen haben…. Ja, wir sagen Seemannslieder, erhoben unsere Gläser auf die Liebe, das Leben und die christliche Seefahrt und auf diesen Verein, der ein so reges Vereinsleben frönt, dass immer mehr mitmachen wollen.

Klasse

Wenn Sie ein großes Segelboot auf dem Schermützelsee segeln sehen, das so stark krängt, dass es zu kentern droht, dann ist es ein Fighter, wahrscheinlich Atze. Mittlerweile gibt es drei Boote dieser Klasse im Verein. Atze hat damit begonnen und begeisterte weiter Altherrensegler von diesem sportlichen Einhandkielboot. Die Fighter-Klassenvereinigung führt ein ähnlich reges Vereinsleben wie wir. Ihr Standort ist der Altmühlsee (eine trübe, flache Brühe) die allerdings dem Segelsport hinsichtlich der Windverhältnisse und Infrastruktur beste Bedingungen bietet, nur möchte man nicht in den See fallen. Einmal jährlich veranstaltet die Klassenvereinigung eine Trimm- und Trainingswoche, zu der vier Segelkameraden die 533 km mit ihren Booten überwunden und daran teilnahmen um ihre seglerischen Fähigkeiten zu verbessern und mit typisch brandenburgischer Lebensart und Schnauze das Vereinsleben der Gastgeber zu bereichern. Es gelang hinsichtlich beider Ziele. Selbst alte Hasen konnten lernen. In gleicher Besetzung nahmen wir an der Ausfahrt des Fighter KV auf dem Stettiner Haff teil. Die Boote lagen ja noch in Zinnowitz. In einem Ritt ohne Pause segelten drei Buckower Segler*innen von Zinnowitz bis Bellin, östlich von Ueckermünde, ca.70 km in 9 Stunden, Klasse. Damit haben wir einen Rekord in der Fightergemeinde aufgestellt und uns manch wunde Stelle gesessen.

Im nächsten Jahr werden wir wohl wieder segeln, mal sehen wohin uns der Wind und die Lust treiben. Knut Balzer & Fabian Brauns